Der Hollywood-Film „Frühstück bei Tiffany“ machte vor rund 60 Jahren nicht nur die Schauspielern Audrey Hepburn, sondern auch den New Yorker Edeljuwelier Tiffany weltberühmt. Die Verfilmung des Truman Capote Romans durch den Komödienspezialisten Blake Edwards wurde ein internationaler Kinohit und steht bis heute für Eleganz und Klasse.

Audrey Hepburns erste Szene in dem Film ist legendär. Sie fährt in ihrer Rolle als Holly Golightly mit einem Taxi im Morgengrauen an der New Yorker Fifth Avenue entlang, dazu erklingt der Song „Moon River“. Bei Tiffany angekommen, steigt sie aus und bewundert den Schmuck im Schaufenster. Sie trägt ein schwarzes Kleid von Givenchy, lange schwarz Handschuhe, ein Collier, Perlenohrringe und eine dunkle Sonnenbrille. Aus einer weißen Papiertüte holt sie etwas ungeschickt ein Croissant und einen Kaffee heraus und genießt beim „Window Shopping“ ihr Frühstück vor einer der nobelsten Adressen der Stadt. Seit dieser Szene gilt die Schauspielerin als Paradebeispiel für weiblichen Stil und Eleganz. Hepburn stieg zu einer Stilikone für zahlreiche Generationen an Frauen auf.

Audrey Hepburn machte Tiffany berühmt
Audrey Hepburn machte Tiffany berühmt

Darum geht es in dem Film

Holly Golightley (gespielt von Audrey Hepburn) widmet sich gerne den schönen Dingen des Lebens und verdrängt ihre Vergangenheit. Das Partygirl begeistert auf den High Society Partys in New York mit ihrer Natürlichkeit, insgeheim sucht sie einen reichen Ehemann. Doch wie das Leben oft so spielt, kommt alles anders. Sie verliebt sich ausgerechnet in den armen Schriftsteller Paul Varjak (gespielt von George Peppard). Obwohl sie sich innerlich dagegen wehrt, gewinnt er langsam ihr Herz. Trotzdem weist sie ihn ab und nimmt den Heiratsantrag des reichen Großgrundbesitzers José da Silva Pereira (gespielt von José Luis de Villalonga) an. Da taucht Hollys Ex-Ehemann auf und enthüllt ihre Vergangenheit. Hinter der Fassade des lebenslustigen Partygirls zeigt sich plötzlich ein unsicheres Mädchen.

Mehr als 50 Jahre später wird endlich Frühstück serviert

56 Jahre später setzte der Edeljuwelier die berühmteste Szene von „Frühstück bei Tiffany“ endlich in die Realität um. Seit dem Jahr 2017 kann man bei Tiffany endlich tatsächlich frühstücken. Zur Auswahl stehen nicht nur Kaffee und Croissant, sondern auch Obst, Waffeln, Lachs-Bagel, Avocado-Toast und Trüffeleier. Damit möchte das Unternehmen laut eigener Aussage Kunden, die schon immer davon geträumt haben bei Tiffany zu frühstücken, einen langgehegten Wunsch erfüllen. Wer jetzt auf den kulinarischen Geschmack gekommen ist, hat darüber hinaus auch noch die Möglichkeit ein Mittagessen oder ein Abendessen beim Juwelier einzunehmen. Die Preise liegen bei 29 Dollar für das Frühstück, 39 Dollar für das Mittagessen und bei 49 Dollar für ein Abendessen. Das Café befindet sich im dritten Stock des Ladens und ist so eingerichtet, wie die berühmten grünlich-blauen Tiffany-Schachteln.

Das New Yorker Traditionshaus, das weltweit bis zu 300 Filialen betreibt, hatte in den letzten Jahren Probleme ein entsprechendes Image bei einer jungen Klientel aufzubauen. Die atemberaubenden Schmuckstücke haben schließlich ihren Preis. Nun soll offenbar der Hollywood-Klassiker helfen das Problem zu lösen. Vor fast 60 Jahren erfand der Film die moderne Frau von heute. Gut möglich, dass es nun zu einem Revival kommt.

Kategorien: Schmuck