Diamanten sind selten, nicht nur von den Damen heiß begehrt und von Anlegern geschätzt. Sie symbolisieren Macht, Reichtum, Schönheit und Liebe. Nicht umsonst haben viele Kaiser und Könige ihre Krone mit dem wertvollsten Edelstein der Welt besetzt. Die Steine glitzern nicht nur wunderschön, sie besitzen auch einzigartige Eigenschaften. Diamanten sind der härteste natürlich vorkommende Stoff, den wir kennen. Sein Gewicht wird in Karat bemessen, ein Karat entspricht umgerechnet 0,2 Kilogramm.

Farbige Diamanten sind besonders gefragt

Laut Statistik ist nur jeder 100.000ste Diamant ein farbiger Edelstein. Ihre Seltenheit macht sie auch besonders wertvoll. Farbige Diamanten gibt es in zahlreichen Farben, darunter in Rosa, Orange, Gelb, Blau, Braun, Grün, Rot und Pink. Die teuersten unter ihnen sind die roten Diamanten. Die Farbe der Steine ist auch ein wichtiges Qualitätsmerkmal und bestimmt somit in weiterer Folge den Preis.

Weiße Diamanten sind am häufigsten zu finden. Selbst diese Steine werden von Experten noch in weitere Stufen unterteilt. Dies beginnt bei Weiß und endet bei hochfein Weiß. Die Wertermittlung der Edelsteine basiert auf den sogenannten 4 Cs. Der perfekte Stein vereinigt Karat (Carat), Reinheit (Clarity), Schliff (Cut) und Farbe (Color) und erzielt damit den höchsten Preis. Die gebräuchlichsten Formen einen Diamanten zu schleifen, sind der Brillant- und der sogenannte Princess-Schliff. Alles, was außerhalb dieser Norm liegt, wird als „Fancy Cut“ bezeichnet.

Der Diamant ist seit Menschengedenken heiß begehrt
Der Diamant ist seit Menschengedenken heiß begehrt

Diamanten als Investment?

Als Investment für private Anleger eignen sich Diamanten zwar grundsätzlich auch, doch sind dafür vertiefte Kenntnisse über die Materie notwendig. Der Handel mit den Edelsteinen wird weltweit überwacht. Als Kimberley-Prozess bezeichnet man ein Zertifizierungssystem für die Herkunft von Rohdiamanten. Dieses soll garantieren, dass die Diamanten konfliktfrei gewonnen und gehandelt werden. Der Preis der Steine hat sich zwar in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich nach oben entwickelt, doch das trifft in erster Linie für Steine erstklassiger Qualität zu. Das liegt an zwei Faktoren. Erstens steigt die Nachfrage auch in Schwellenländern nach wie vor deutlich an und zweitens wird das Angebot an erstklassigen Steinen immer knapper und die Förderung technisch komplexer.

Die Knappheit hat dazu geführt, dass gezüchtete Diamanten immer interessanter für den Markt geworden sind. Synthetisch erzeugte Diamanten drängen verstärkt in den Blickpunkt der Öffentlichkeit und beginnen der traditionellen Industrie Sorgen zu bereiten.

Vom Öl Bohrer zum Schmuckstück

Dabei handelt es sich dabei um nichts Neues. Diese Steine werden bereits seit den 50er Jahren hergestellt, doch bisher lediglich in der Industrie eingesetzt. Die Medizin- und die Bohrtechnik greifen seit jeher gerne auf diese Steine zurück. Mangels Reinheit waren sie jedoch bis vor einigen Jahren für die Schmuckindustrie völlig uninteressant. Das hat sich jetzt geändert. Nun kommen auch reine Diamanten in großer Menge aus den Laboren.

Derzeit unterscheidet man zwei verschiedene Verfahren, die für die Herstellung von künstlichen Diamanten angewandt werden. Entweder simuliert man im Labor einen Vulkan und presst den Ausgangsstoff Kohlenstoff unter Hitze und Druck zusammen, oder man nutzt ein chemisches Verfahren, das auch in Freiburg in Deutschland angewandt wird. Von den Eigenschaften her sind natürliche und gezüchtete Steine identisch. Der Branche steht auf jeden Fall ein Umbruch bevor. Den Liebhabern dieser großartigen Edelsteine wird das egal sein, schließlich sollte sich ein Ende der Knappheit auch auf die Preise auswirken.

Kategorien: Schmuck