Diamanten und Edelsteine sind beliebt wie nie zuvor. Schon lange dienen sie nicht mehr alleine als Schmuck, sondern haben ihre Funktion als Wertanlage gefunden. Karat-Zahl, Reinheit und Schliff machen aus den Steinen einzigartige Juwelen, deren Preis ins Unermessliche steigen kann.

Bewertet werden die Diamanten nach den vier englischen Cs: Carat, Clarity, Colour, Cut – also nach Gewicht, Klarheit, Farbe und Schliff. Und wo kann man die meiste Erfahrung und Perfektion mit Diamanten und dem Diamantenschliff finden als in den Diamantenbörsen dieser Welt.

Zum Weltverband der Diamantbörsen zählen auf der ganzen Welt 30 Diamantbörsen. Der Verband wurde im Jahr 1947 in Antwerpen gegründet und hat sich zum Ziel gesetzte, die Interessen des Diamanthandels zu vertreten und einheitliche Handelsbedingungen für Diamant- und Edelsteinbörsen aufzustellen. Neben Diamantbörsen in Antwerpen, Wien, Mumbai, New York und Amsterdam gehört auch die Deutsche Diamant- und Edelsteinbörse in Idar-Oberstein zu diesem Dachverband.

Deutsche Diamant- und Edelsteinbörse in Idar-Oberstein

Auch Deutschland kann bei den internationalen Diamantbörsen mitmischen. Die Diamant- und Edelsteinbörse in Idar-Oberstein wurde im Jahr 1974 als Börse für Diamanten und Farbedelsteine ins Leben gerufen. Seit dem Jahr 2003 ist Jochen Müller Präsident der Diamant- und Edelsteinbörse Idar-Oberstein e.V., als Vizepräsidenten fungieren Manfred Giloy, Christian Klein und Bernd Willi Ripp.

Idar-Oberstein liegt in Rheinland-Pfalz am südlichen Ausläufer des Hunsrücks und zählt rund 30.000 Einwohner. Die erste Diamantenschleiferei wurde im Jahr 1886 in Idar-Oberstein gegründet. Seit 1985 trifft man Vertreter der nationalen und internationalen Schmuck- und Edelsteinbranche im Herbst bei der INTERGEM. Bei dieser Edelsteinmesse zeigen Aussteller traditionsreiches Edelsteinhandwerk, modernstes Design, aber auch zukunftsweisende Technik.

Diamantbörsen in Europa
Diamantbörsen in Europa

Die Diamantenbörsen in Antwerpen

In Antwerpen gibt es gleich vier Edelsteinbörsen: Beurs voor Diamanthandel, Antwerpsche Diamantkring, Diamantclub van Antwerpen und Vrije Diamanthandel. In der Hoveniersstraat ist das Zentrum des globalen Diamanthandels. Wer sich hier Luxus und Glamour erwartet, liegt falsch, denn das Geschäft mit den teuersten Steinen der Welt geschieht hinter schmucklosen Fassaden.

Der äußere Schein trügt, denn hier werden  80 Prozent aller Rohdiamanten weltweit geschliffen und gehandelt. 34 000 Menschen in 1.5000 Unternehmen widmen sich in Antwerpen dem Geschäft mit den glänzenden Juwelen und somit passieren rund 40 Prozent der geschliffenen Steine die Stadt. Täglich wandern in Antwerpen Diamanten im Wert von 200 Millionen mit einem Jahresumsatz von 51,9 Milliarden Euro über die Tische. Kein Wunder, dass dieser Bezirk einer der bestens überwachten Stadtteile der Welt ist. Polizei und private Sicherheitsfirmen kümmern sich darum, dass kein Juwel abhandenkommt.

Amsterdam – Stadt der Diamanten

Schon seit dem 16. Jahrhundert werden in Amsterdam Diamanten geschliffen. Die in Amsterdam praktizierte Schleifart trägt den Namen „Amsterdam Cut“. Bekannte Diamanten wie der Cullinan und der Koh-I-Noor wurden in Amsterdam poliert.

Wer mehr über Diamanten wissen möchte, sollte das Diamantenmuseum besuchen – das einzige Museum in ganz Europa, das sich nur diesen besonderen Edelsteinen widmet. Die Dauerausstellung “Brilliant Beauties” besteht aus 9 Themen und nimmt den Besuchern mit auf eine Reise durch die Geschichte der Diamanten.

Kategorien: Schmuck