Manchmal inspiriert eine Erzählung die Realität. Bestes Beispiel dafür ist der Diamant „Herz des Ozeans“. Dieser existierte zunächst nur im Kopf von „Titanic“ Drehbuchautor James Cameron. Der Schöpfer zahlreicher großer Kinohits wie „Avatar“ oder „Terminator“ erdachte im Jahr 1997 den Riesendiamanten für sein Action-Drama „Titanic“ mit Leonard DiCaprio und Kate Winslet in den Hauptrollen. Im Film trägt die Darstellerin der älteren Rose Gloria Stuart das spektakuläre Schmuckstück. Entgegen allen vorherigen Prognosen entwickelte sich der Streifen zum weltweiten Kassenschlager und machte das „Herz des Ozeans“ ebenso berühmt. Der bekannteste Filmpreis der Welt bot den idealen Rahmen, um den Riesendiamanten weltweit zu präsentieren.

Als die Verleihung der Oscars näher rückte, entschloss man sich, das fiktive Schmuckstück tatsächlich in mehreren Versionen zu fertigen. Herzstück der Halskette von Gloria Rose war ein blauer Diamant. Das wertvolle Stück hat 15 Karat und einen geschätzten Wert von 20 Millionen Dollar. Damit war das „Herz des Ozeans“ nicht nur der bis zu diesem Zeitpunkt teuerste Stein, der jemals bei einer Oscar-Verleihung getragen wurde, sondern auch einer der wertvollsten Edelsteine der Welt.

Die Oscar-Verleihung ist ein Red Carpet für Juwelen
Die Oscar-Verleihung ist ein Red Carpet für Juwelen

Celina Dion zierte weltweit die Titelblätter

Die Halskette der Juweliere Asprey & Garrard bestand aus einem Saphir mit 170 Karat und 65 Diamanten mit rundem Schliff. Superstar Celine Dion hatte die Ehre dieses Meisterstück bei der Oscar-Verleihung zu tragen. Prompt gewann sie nach ihrer Performance von „My Heart Will Go On“ den Oscar für den besten Film-Song im Blockbuster Titanic. Das Auktionshaus Sothebys versteigerte das gute Stück später und nahm damit eine Summe von 2,2 Millionen Dollar ein.

Die Herstellung der Halsketten erwies sich für die Produzenten und Juweliere als Glücksgriff. Die Aufmerksamkeit der Medien war ihnen sicher, die Bilder von den Meisterwerken gingen rund um die Welt. Nicht nur seit dem „Titanic-Moment“ gilt die Verleihung des Filmpreises als perfekter Werbeträger für Schmuck.

Lady Gaga legte nach

Im Vorjahr stahl Popstar Lady Gaga den zahlreichen spektakulären Roben die Show. Das erreichte sie allerdings nicht mit ihrem Abendkleid, sondern mit einem Schmuckstück. Ihre Halskette sollte offenbar den berühmten Auftritt von Audrey Hepburn im Klassiker „Frühstück bei Tiffany“ zitieren. Der gelbe Diamant wog 128,54 Karat und ist damit einer der größten der Welt. Er war bereits im Jahr 1962 auf den Werbeplakaten für „Frühstück bei Tiffany“ am Hals von Audrey Hepburn zu sehen. Der Wert des schon 1877 in Südafrika entdeckten Diamanten wird aktuell auf 30 Millionen Dollar geschätzt. Ursprünglich für 18.000 Dollar gekauft, wertete das legendäre Juwelier-Haus Tiffany den Stein mit einem Kissenschliff in 82 Facetten auf und bot im Vorjahr dem Popstar an, eine Halskette mit dem Stein zu tragen. Der Erfolg spricht für sich, die Schlagzeilen waren Lady Gaga gewiss.

Auch Lady Gaga brachte der Auftritt mit dem legendären Schmuck Glück. Sie gewann ebenfalls einen Oscar für den besten Film-Song. „Shallow” aus dem Streifen „Star Is Born“ ließ die Konkurrenz hinter sich und räumte ab.

Wer tritt die Nachfolge an?

Die beiden Beispiele zeigen sehr schön, wie man mit spektakulären Schmuckstücken Aufmerksamkeit erregen kann. Es wäre kein Wunder, wenn auch dieses Jahr der eine oder andere Filmstar diesen beiden berühmten Vorbildern folgen würde.

Kategorien: Schmuck