„Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles. Ach wir Armen!“ Dieses Zitat von Johann Wolfgang von Goethe aus dem ersten Teil des Faust sagt schon viel über die Anziehung dieses Edelmetalls aus. Gold steht für Beständigkeit und Reichtum und ist weltweit sehr beliebt. Seit Jahrtausenden wird Gold als Schmuck verwendet und seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. als Zahlungsmittel genutzt.

Doch woher kommt die große Leidenschaft für dieses edle Metall und warum konnte der Mensch seit jeher nicht genug davon bekommen? Egal, wie sehr sich Alchimisten bemühten den „Stein der Weisen“ zu finden, das Edelmetall mit den besonderen Eigenschaften ließ sich nicht künstlich herstellen. Theoretisch ist es möglich, Gold künstlich herzustellen, doch wie gesagt – nur theoretisch. In den 1950er Jahren haben es amerikanische Wissenschaftler geschafft, in einem Teilchenbeschleuniger Wismut in Gold zu verwandeln. Die so gewonnene Goldmenge lag bei einem Milliardstel Cent, die Kosten waren jedoch überdimensional hoch.

Eigenschaften von Gold

Gold, das chemische Element mit der Ordnungszahl 79 im Periodensystem und dem Kürzel „AU“ (aus dem lateinischen für Aurum) gehört zu den Schwermetallen, da es eine hohe Dichte aufweist. Das weiche gelblich schimmernde Metall ist dehnbar und lässt sich gut bearbeiten. So kann eine Unze Gold mit 31,1 Gramm zu einem Faden von bis zu 105 Kilometern ausgezogen werden. Ein praktisches Beispiel für die gute Dehnbarkeit ist die Herstellung von Blattgold. Hier wird das Edelmetall bis zu einer Dichte von 0,001 Millimeter ausgewalzt.

Die hohe elektrische Leitfähigkeit und die Laugen- und Säurebeständigkeit sind weitere Eigenschaft dieses Edelmetalls. Außerdem kann Gold nicht rosten, zeigt als keine Veränderung bei Kontakt mit Wasser oder Luft. Dies war auch einer der Gründe, warum Gold als Zahnfüllung verwendet wurde, da auch die Säuren von Speisen dem Edelmetall nichts anhaben konnte.

Gold
Gold

Gold als Zahlungsmittel und Wertanlage

Seit Jahrtausenden galt Gold als Zahlungsmittel. In Deutschland wurde von 1871 bis 1918 die Goldmark als offizielles Zahlungsmittel verwendet. 2,79 Goldmark konnten in der Reichsbank in ein Gramm Gold getauscht werden. In der heutigen Zeit wird auch der Ankauf von Goldmünzen als Wertanlage immer beliebter. Da Gold als stabile Wertanlage gilt, wird es auch von Zentralbanken als Währungsreserven eingelagert. Es wird angenommen, das in den internationalen Notenbanken rund 30.000 Tonnen Gold liegen.

Gold als Schmuck

Der größte Anteil des gewonnenen Goldes wird als Schmuck verarbeitet. Da Gold sehr weich ist, wird es mit anderen Metallen zu Legierungen verarbeitet. Je nachdem welches Metall beigemischt wird, beeinflusst dies auch die Farbe des Goldes. Verwendet man beispielsweise Kupfer erscheint das Gold in einen rötlichen Ton und man hat Rosegold.

Die so erzeugten Schmuckstücke existieren in verschiedenen Legierungen: 333er Gold, 585er Gold, 750er Gold und 900er Gold. Diese Zahlen zeigen an, wie viel Feingold in Promille verwendet wurden; so besitzt das klassische 750er-Gold einen Feingehalt von 75% oder anders gesagt von 1000 Teilen wurden 750 Teile Gold eingesetzt. 999er Gold wird Feingold genannt und hauptsächlich für Münzen und Barren verwendet, die meist als Anlagegold dienen. Es ist nicht möglich 1000er Gold herzustellen, weil nicht alle Verunreinigungen entfernt werden können.

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