In der Mythologie galten Perlen als Symbol der Reinheit und der Liebe. Kein Wunder also, dass viele Bräute an ihrem schönsten Tag eine Perlenkette tragen. Sprichwörter besagen aber auch, dass jede Perle eine Träne bringen soll. Diese Redewendung hat dafür gesorgt, dass vielen Frauen statt die Perlen als Geschenk anzunehmen, einen kleinen symbolischen Preis dafür zahlen. Wahrscheinlich geht dieses Sprichwort auf die alten Perser zurück, die Perlen als Tränen der Götter bezeichneten. In China stehen Perlen als Zeichen für Reichtum, Würde und Weisheit. Für Kinderreichtum werden sie in Indien geschätzt und in Japan haben sie Glückscharakter.

Die Echtheit von Perlen erkennen

Wer eine Perlenkette besitzt oder geerbt hat, will sicher wissen, ob die Perlen auch echt sind oder nur ein günstiges Imitat. Wer die Perlen mal näher betrachtet, wird erkennen, dass echte Perlen selten perfekt sind und oft kleine Unregelmäßigkeiten haben. Oder das Licht wird von der äußeren Perlmuttschicht nicht gleichmäßig reflektiert. Wer eine Perlenkette besitzt, an der jede einzelne Perle wie die andere aussieht und keine kleinen Fehler aufweist, ist die Gefahr groß, dass sie unecht ist.

Die Echtheit von Perlen kann man mit einem einfachen Test erkennen. Wer mit einer echten Perle an seinen Zähnen reibt, wird feststellen, dass die Oberfläche leicht rau und etwas grobkörnig ist. Falsche Perlen hingegen sind meistens ganz glatt und weisen kaum eine Oberflächenstruktur auf.

Welche Perlenarten gibt es?

Aufgrund ihrer Eigenschaft werden Perlen in Natur- und Zuchtperlen unterteilt. Wie der Name schon erkennen lässt, werden Naturperlen auf natürliche Weise in Muscheln oder Meeresschnecken gebildet. In der heutigen Zeit sind die Naturperlen eher selten geworden, sie kommen fast nur mehr in Indien oder im Nahen Osten vor. In diesen Gebieten findet man die Conch- und Abaloneperlen, die in Queen Conch Meeresschnecken und in Seeohren entstehen. Abalone Perlen beeindrucken mit ihrer länglichen Form, die zwischen 10 und 25 Zentimetern lang sein können. Die Conch-Perle sind sehr selten, nur jede 10.000ste Schnecke bildet eine Perle aus. Und auch davon wird nur jede fünfte als Schmuckperle verarbeitet.

Perlen – Faszinierende Schönheiten
Perlen – Faszinierende Schönheiten

Bis zu 20 Perlen in einer Süßwassermuschel

Die meisten Perlen, die heute verkauft werden, sind Zuchtperlen. Auch sie entstehen in Muscheln und haben denselben organischen Aufbau wie Naturperlen. Nur wird der Prozess künstlich vom Menschen ausgelöst. Sie gibt es als Süßwasser- oder Salzwasser Perlen.  Wird eine Zuchtperle in einer Salzwassermuschel gebildet, so entsteht pro Muschel eine Perle. Hingehen können in einer Süßwassermuschel bis zu 20 Perlen gezüchtet werden.

So bleiben Perlen lange schön

Wer Perlen besitzt, weiß sicher, worauf man achten muss, damit man lange Zeit Freude an ihnen hat. Sie mögen keine Deos, Haarspray, Parfums oder Cremes, denn diese können die Oberfläche der Perle angreifen und sie könnten dann ihren Lüster – wie der Fachmann ihren Glanz nennt – verlieren. Perlen sind empfindlicher als man denkt, sie können leicht zerkratzen und ihren einzigartigen Glanz verlieren.

Perlen mögen auch keine Hitze oder Wasser. Also den Perlenschmuck beim Duschen oder Schwimmen immer abnehmen und pralle Sonneneinstrahlung oder die Hitze mit dem Föhn vermeiden. Am besten ist, man reinigt sie mit lauwarmen Wasser, eventuell versetzt mit einem Schuss Alkohol. Aufbewahrt sollten sie in einem Stoffsäckchen oder einer mit Samt ausgeschlagenen Schatulle werden, so ist garantiert, dass man viele Jahre Freude an seinen Perlen hat.

Kategorien: Schmuck